Freitag, 6. Oktober 2017

Cappuccinoträume am Berg Ararat

Manchmal sind es ausschliesslich die Umstände und Zufälle, die eine Geschichte entstehen lassen. Umstände, ungeplant und bar jeder Einflussnahme können viele Bedeutungen haben. Angereichert mit einer Prise Zufall öffnet sich eine Tür, auf die man nur blickte und nun ihres weiteren Geheimnisses berauben kann.

Weil die Kamera in Griffnähe lag, gab es den folgenden Schnappschuss. Der Milchschaum im Cappuccino sah aus wie der Berg Ararat mit seinem kleineren Nachbarn, dem Berg Aragats. Beides sind enorm mächtige Erscheinungen mit 5137 m bzw. 4090 m. Mit etwas Glück, kann man sie an einem klaren Tag von Armeniens Hauptstadt Jerewan wunderbar vereint wie gute Freunde zusammen erleben. Für den Betrachter in ihrer schieren Größe und Erhabenheit surreal.




Gevorg Bashinjaghian 

Um das zu verdeutlichen habe ich ein Bild gesucht, das vielleicht ein wenig davon vermittelt. So bin ich auf den wichtigen armenischen Maler Gevorg Bashinjaghian (1857-1925) gestossen, von dem das oben gezeigte Gemälde aus dem Jahr 1912 stammt.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts bereiste er Italien und die Schweiz, wo er sowohl klassische zentraleuropäische Kunst kennenlernte als auch die Alpen sah. Später schrieb er: "Die Alpen sind wunderschön, aber sie lassen dein Herz unberührt, wenn Du den Kaukasus gesehen hast."


Gevorg Bashinjaghian 



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